Gold
am Nonnenbrunnen
Roman von
Achim Neumarck

Die Entstehung

Grenze 1990

Es ist Pfingsten 1977, als
Achim Neumarck

mit seinem PKW auf der Rückfahrt von Westberlin den einzigen hessischen Grenzübergang Herleshausen/Wartha passiert und dort wieder einmal die Schikanen der DDR-Grenzorgane erleben muß. In dieser Zeit gibt es nur vier Grenzübergänge für Fahrzeuge aus der Bundesrepublik in Richtung Westberlin oder in Richtung DDR. Einer davon ist Herleshausen.

Um etwas durchzuatmen, landet Neumarck in einem kleinen hessischen Dorf mit einem sehr stark frequentierten Gasthof. Denn das Autobahnteilstück der A 4 zwischen Obersuhl und Wommen gibt es noch nicht, so daß der gesamte Reiseverkehr über eine Landstraße durch das kleine 250-Einwohner-Dorf führt.

Im Flur des Gasthofs, nur zwei Kilometer von der DDR-Grenze entfernt, hängt eine Wanderkarte mit einem eingezeichneten Wanderweg, der mitten im Wald unmittelbar am DDR-Grenzzaun entlangführt. Achim Neumarck nimmt sich vor, diesen Gasthof erneut zu besuchen, um den Grenzverlauf mit dem drei Meter hohen DDR-Metallgitterzaun und dem abgeholzten 100-Meter-Streifen auch einmal mitten im dichten Wald kennenzulernen.

Von 1977 bis 1997 vergehen 20 Jahre, bis der erste Band von ‚Gold am Nonnenbrunnen’ erscheint. Achim Neumarck zieht es immer wieder zu diesem Gasthof mit seinem illustren und internationalen Publikum. Neumarck beginnt damit, die Gespräche der Gäste mitzuschreiben. Die Gespräche aus der DDR zurückkehrender Bundesbürger und ebenso die Gespräche von verschüchterten Bundesbürgern, denen die schikanöse Einreise in die DDR erst noch bevorsteht. Denn bis zur Eröffnung des Autobahnteilstückes am Thüringer Zipfel im Juni 1994 ist das Gasthaus jeden Tag proppevoll und alle Zimmer sind immer ausgebucht ...

 

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