Gold
am Nonnenbrunnen
Roman von
Achim Neumarck

Aus dem Inhalt

GOLD AM NONNENBRUNNEN ist ein in jahrzehntelanger Kleinarbeit sorgfältig recherchierter zeitgeschichtlicher Roman. Dennoch bestätigen die Leser dem Autor immer wieder, dass es sich bei diesem Roman um alles andere als um einen Langweiler handelt.
Leser loben, dass dem Autor der Zusammenfluss zwischen Zeitgeschichte, dramatischem Kriegsgeschehen, spannendem Spionageroman, atemberaubenden Abenteuern, nostalgischer Heimatgeschichte und recht drastischen Liebesabenteuern hervorragend gelungen sei.

Der Autor bedankt sich für dieses Lob, wünscht sich aber gleichzeitig, dass GOLD AM NONNENBRUNNEN als hautnah beobachtete und authentisch geschilderte Geschichte insbesondere von nachfolgenden Generationen als Erinnerung und Mahnung angesehen wird. Erinnerung und Mahnung an eine Zeit, als Deutschland gegen die ganze Welt Krieg führte und anschließend in zwei verfeindete Staaten mit zwei Machtblöcken aufgeteilt wurde.

Als im März 1945 die US-Truppen bereits kurz vor Bad Hersfeld stehen, bewegt sich ein schwer bewaffneter Fahrzeugkonvoi der deutschen „SS“ von Merkers in Richtung Nordhausen. Sechs schwere Lastkraftwagen des aus 35 Fahrzeugen bestehenden Konvois sind mit Goldbarren und anderen Wertgegenständen beladen, die erst kurz zuvor von der Reichshauptstadt Berlin in die 700 Meter tiefen Stollen des vermeintlich sicheren thüringischen Kalibergwerkes Merkers ausgelagert wurden.

  Ziel der Fahrzeugkolonne ist der U-Boot-Hafen in Kiel, wo „Reichsführer SS“ Heinrich Himmler auf den Konvoi wartet und sich mit einem deutschen U-Boot und den Schätzen nach Südamerika absetzen will.

  Aber eines der sechs mit Goldbarren beladenen Fahrzeuge bleibt wegen Motorschadens bereits im hessisch-thüringischen Grenzgebiet liegen. Wegen fehlender Ersatzteile und wegen der immer näher kommenden US-Truppen kann das Fahrzeug nicht repariert werden. Der Hauptkonvoi zieht weiter und eine kleine zurückbleibende „SS“-Einheit erhält den Auftrag, die Goldbarren des defekten Fahrzeuges im Waldboden zu vergraben.

  Den genauen Vergrabungsort kennt allein der Kradmelder Alfred Haberland, denn nur er überlebt einen Tieffliegerangriff der US-Air-Force, bei dem alle seine Kameraden und Vorgesetzten getötet werden.

  Aus Angst vor ehemaligen Nazioffizieren behält Alfred Haberland nach Kriegsende sein Geheimnis um den Standort der vergrabenen Goldbarren 40 Jahre lang für sich und spricht mit niemandem darüber. Erst als Alfred Haberland 1985 nach einem mysteriösen Unfall in der Nähe seines Altersruhesitzes auf der spanischen Insel Mallorca im Sterben liegt, vertraut er seinem Sohn Stefan das Geheimnis von den vergrabenen Goldbarren an und übergibt ihm die Lagepläne.

  Stefan Haberland verfügt nun über sehr penibel vermessene Koordinaten zu den drei Gruben mit den im Wald eingegrabenen Goldbarren. Aber die Koordinaten beziehen sich stets auf eine Waldwiese mit einer Quelle, die „Nonnenbrunnen“ genannt wird. Wo befindet sich oder befand sich dieser „Nonnenbrunnen“?

  Nach langwierigen Nachforschungen findet Stefan den „Nonnenbrunnen“. Allerdings liegen die vergrabenen Goldkisten nicht im Westen, sondern im Osten vom Nonnenbrunnen. Der zweite deutsche Staat mit Namen „DDR“ hat inzwischen eine Barriere aufgebaut zwischen dem „Nonnenbrunnen“ und der Lagerstätte der vergrabenen Goldbarren. Die am besten befestigte Grenze der Welt mit einem drei Meter hohen Metallgitterzaun, mit Minenfeldern und tödlichen Selbstschußapparaten macht das Erreichen der vergrabenen Goldbarren unmöglich.

  Zudem wurde Stefan vom Vater darauf aufmerksam gemacht, daß verschiedene vergrabene Kisten vermutlich mit Giftgas oder mit Sprengstoff bestückt sind, um unbefugten Zugriff zu verhindern.

  Dazu, so sagte der inzwischen verstorbene Vater, müsse Stefan zunächst in den US-Archiven in Washington D.C. nach den Code-Nummern der Kisten forschen. Denn alle diese Unterlagen wurden damals von den US-Streitkräften beschlagnahmt und in die Archive nach Washington D.C. verbracht.

  Es gelingt Stefan, in den USA die Codes der vergrabenen Kisten ausfindig zu machen. Aber das bedeutet noch lange nicht, daß er nun inmitten dichten Waldgeländes unterhalb der am besten befestigten und am besten bewachten Grenze der Welt unbeobachtet einfach einen Tunnel graben kann.

  Die Planung, auf der Nonnenwiese in unmittelbarer Grenznähe eine Rinderzucht zu betreiben, um anschließend unterhalb der Stallung heimlich einen Stollen in Richtung DDR-Gebiet zu graben, scheitert zunächst an den bundesdeutschen Behörden. Als Stefan dann plötzlich doch seine Genehmigung für Rinderzucht und Stallung erhält, ist er sehr überrascht und läßt die Sektkorken knallen. Aber er ahnt noch nicht, zu welchem lebensgefährlichen Preis ihm die Genehmigungen erteilt werden.

  In der Zeit des „Kalten Krieges“ zwischen NATO und Warschauer Pakt haben nicht die bundesdeutschen Behörden und Grenzorgane das Sagen an der deutsch-deutschen Grenze zwischen Hessen und Thüringen, sondern die Streitkräfte und Geheimdienste der US-Besatzungsmacht.

  Erst sehr viel später erfährt Stefan Haberland, daß seine Goldsuche von der US-Besatzungsmacht nur deswegen toleriert und den deutschen Behörden keinerlei Einspruchsmöglichkeit eingeräumt wurde, weil sich in einem Berg in unmittelbarer Nähe der Goldgruben ein gigantischer unterirdischer DDR-Hauptgefechtsstand befindet. Diesen DDR-Hauptgefechtsstand möchten die US-Geheimdienste ausschalten. Um ohne internationale Verwicklungen über Grenzzaun und Minenfeld auf das DDR-Gebiet vorzudringen, bietet sich nichts besser an, als der von Stefan Haberland geplante Stollen.

  Natürlich kann Stefan Haberland nicht alleine einen unterirdischen Stollen graben. Er braucht Helfer. Zuverlässige und insbesondere sehr verschwiegene Helfer. Und die findet er schließlich in den Personen Alex Stalleicher, Dieter von Feldkamp, Hans-Egon Melchior und Rudolf Fähnrich. Aber auch seine superattraktive und sexhungrige Stiefschwester Laura klärt so manche brenzlige Situation, manchmal in letzter Minute mit totalem weiblichem Körpereinsatz.

  Als die Goldkisten gefunden sind und deren Bergung bevorsteht, kommt es vollkommen unerwartet zu einem dramatischen Rückschlag, denn plötzlich steht die deutsche Wiedervereinigung bevor. Natürlich ist Stefan für eine Vereinigung beider deutscher Staaten. Aber sie kommt zu schnell und überrollt vollkommen seine im Endstadium befindlichen Planungen hinsichtlich der Bergung des Nazigoldes. Denn das jahrzehntelang hermetisch abgeriegelte Waldgebiet mit den vergrabenen Goldkisten wird plötzlich für jedermann zugänglich.

  Stefan muß damit rechnen, daß seine jahrelangen und sehr kostenaufwendigen Vor-arbeiten nutzlos waren, wenn ihm jetzt ein harmloser Wanderer mit einem mittlerweile überall erhältlichen Metalldetektor die Goldkisten vor der Nase wegschnappt.

  Nun riskiert Stefan alles und geht aufs Ganze: Noch vor der offiziellen deutschen Vereinigung fährt er mit seinen Männern und mehreren Baufahrzeugen auf DDR-Gebiet. Die von der bevorstehenden Vereinigung total verunsicherten DDR-Grenztruppen akzeptieren seinen angeblichen Auftrag zur Herstellung einer Straße für einen neuen Grenzübergang. Aber Stefan baut keine neue Straße für einen Grenzübergang, sondern fährt mit seinen Baufahrzeugen in das heute ‚Thüringer Zipfel’ genannte Waldgebiet bis zu den vergrabenen Goldbarren von 1945 …

  Fast zeitgleich überwinden Spezialkräfte der US-Truppen in DDR-Uniformen den DDR-Grenzzaun und dringen in den unterirdischen DDR-Hauptgefechtsstand ein. Hier schalten sie bei heftigen und mörderischen Kämpfen die Nachrichtenzentrale aus, die bis zum Schluß die deutsche Vereinigung verhindern soll und ununterbrochen alle DDR-Truppen sowie die Sowjettruppen in der DDR zum Widerstand gegen die Vereinigung aufruft.

  Werden die Goldbarren geborgen und sichergestellt? Das lesen Sie in GOLD AM NONNENBRUNNEN Band 1 und Band 2 …

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